13.9.17

Vaterschutz? Auszeit?

Offiziell heißt das, was mich gerade vom Klassenzimmer fernhält, wohl eher "Vätermonate der Elternzeit" - wovor sollte man mich als Vater "schützen" müssen? Also nicht, dass mir da nicht das eine oder andere einfiele ;) Liebe SchülerInnen: Man sieht sich spätestens im Dezember wieder...

17.7.17

Die „große Herausforderung“ schlägt wieder zu

Zum wiederholten Mal gab es kürzlich am Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium ein paar Tage nach der obligatorischen Siegerehrung für die Teilnehmer der Bundesjugendspiele noch eine ganz andere: Das WEG hatte sich erneut der „Big Challenge“, einer „großen Herausforderung“ im Fach Englisch gestellt und die erfolgreichen Teilnehmer wurden für ihre überdurchschnittlichen Ergebnisse in einer Feierstunde in der Aula vom Schulleiter Dr. Richard Kifmann geehrt.
Der Wettbewerb „The Big Challenge“ wurde auf Initiative einer Gruppe von Englischlehrkräften in Frankreich am 18. Mai 1999 erstmals veranstaltet. Es handelt sich dabei um einen spielerischen Englisch-Test in verschiedenen, lernstufenabhängigen Schwierigkeitsgraden. Er besteht aus jeweils 45 Multiple-Choice-Fragen zu Wortschatz, Grammatik, Phonetik und Landeskunde.
Die deutsche Variante wird seit 2005 durchgeführt. „The Big Challenge“ ist ein europäisches Event und hat dafür im Jahr 2014 das European Language Label erhalten. Europaweit nahmen knapp 637.000 Schülerinnen und Schüler teil, über 270.000 davon allein aus Deutschland, bei 2450 angemeldeten Schulen. Damit hat Deutschland in diesem Jahr die meisten Teilnehmenden im Vergleich zu den anderen teilnehmenden Ländern Europas.
Lokal organisiert wurde das Ganze wie bereits in den vorigen Jahren von Studienrätin Dorothea Jakob. Aus den Klassen 5-9 sind vom Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium schon seit Beginn konstant ca. 100 Teilnehmer dabei (heuer 118), die auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Medaillen, Urkunden und Sachpreise wie Kalender, Flaggen, Poster und Rätselhefte in englischer Sprache einheimsen konnten. Überdurchschnittliche Ergebnisse (im bayern- ebenso wie bundesweiten Vergleich) erzielten dabei insbesondere die Klassenbesten aus den 5. (beachtlich, da im ersten Lernjahr!) 6. und 7. Jahrgangsstufen. Ganze 20 Schülerinnen und Schüler des WEG zählen zu den besten 10% bayernweit, also unter über 29.000 Mitbewerbern.


Das Ziel des Big Challenge-Wettbewerbs ist, möglichst viele Schülerinnen und Schüler für das Fach Englisch zu begeistern und zu ermutigen – diesen Motivationsschub dürfte das WEG mehr als erzielt haben und die Teilnahme am nächsten Wettbewerb am 3. Mai 2018 ist damit wohl nicht nur bei Frau Jakob, sondern auch bei vielen der erfolgreichen Schülerinnen und Schüler schon fest im Kalender eingetragen.

14.7.17

WEG-Streicher: virtuos

Kann Spuren anderer Instrumente beinhalten!“, lautete die Warnung in der Fußnote des Programms zum Konzert am 13. Juli, das als „Vorspielabend der Streicher“ deklariert war – aber zum Glück schien weder im Publikum noch bei den spielfreudigen Schülern des Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasiums ein(e) Allergiker(in) zu sitzen. Unter der Leitung von Heidrun Rosenberger wurde vielmehr ein abwechslungsreiches Menü geboten, das keinem sauer aufstieß. Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen zeigten an diesem auch bezüglich der Moderation mehr als gelungenem Abend ihr Repertoire und vor allem ihre diesbezüglichen Fertigkeiten und Begabungen. Dabei glänzten die jungen Virtuosen einerseits als talentierte Teamplayer: Unter anderem Rosenbergers eigenes, überzeugendes „Projektstreicher-Ensemble“, zwei Cellotrios aus der 6. und 8. Jahrgangsstufe und das Geigenensemble unter der Leitung von S. Waldmüller spielten auf, A. Liebls Vororchester griff mit Schostakowitsch und Debussy tief in die Klassiker-Kiste und schließlich bewegte sich das „große“ Streichorchester unter der Leitung von H. Rosenberger wortwörtlich von Barock bis Rock/Pop, sodass am Ende die 2014er-Hitsingle „Rather Be“ der britischen Elektropop-Band Clean Bandit das zunächst u.a. mit Mozarts Romanze ins Serail „entführte“ Publikum musikalisch wieder in unsere Realität und Gegenwart zurückholte. Doch auch als Solisten verdienten die Streicher aus dem W-E-G sich ihren Applaus: Besonders erwähnenswert scheint an dieser Stelle ein herausragendes Cello-Solo von Florian Gaede aus der Jahrgangsstufe 11.


(mit Berichterstattung von B. Schönlein)

11.7.17

Spendenübergabe: Ungebrochene Sympathie für Bernd Jörka


 „Vergangen, vergessen, vorüber“ - ein altbekannter Schlager von Freddy Quinn, doch auch wenn das WEG ein musisches Gymnasium ist: Dieses Motto gilt hier gerade nicht. Nach ein paar Jahren tendieren manche zunächst dauerhaft gemeinte und mit viel Enthusiasmus ins Leben gerufene (Spenden-)Aktionen dazu, ein wenig „im Sande zu verlaufen“, doch das Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium hat seinen ehemaligen Abiturienten, den seit einem Sportunfall im Jahre 2013 querschnittsgelähmten Musiker und Musiklehrer Bernd Jörka aus Kleinschwarzenlohe, noch lange nicht vergessen und führt – schon um, wie so oft, die berühmte Ausnahme von der Regel zu sein – mit geradezu hartnäckiger Regelmäßigkeit Benefiz-Konzerte für ihn durch, um ihm das Leben über Kassenleistungen hinausgehend zu erleichtern und verschönern. 
Vor Kurzem konnte der Schulleiter, Oberstudiendirektor Dr. Richard Kifmann, zum wiederholten Male einen greifbaren Beweis für die ungebrochene Sympathie von Schule, Schülern, und Konzertbesuchern für den bekannten und beliebten „Ehren-WEGler“ Jörka, überreichen: einen Spendenscheck in Höhe von 1347,- EUR. Und eines ist klar: Bernd Jörka, der als Betreuer bei der Jugendkapelle der Gemeinde Rednitzhembach auch dank des behindertengerechten Umbaus der Musikschule den „Weg zurück ins Leben“ gefunden hat, wird bestimmt nicht zum letzten Mal für ein solches Foto posiert haben. 

29.5.17

Einblicke und Höreindrücke für Grundschüler

Der Name des Projekts „MusikWEG“ dürfte zumindest in Schwabach ein Pleonasmus sein (der Franke nennt es auch „doppelt gemoppelt“). Bereits in den letzten Jahren waren Schüler/-innen der Schwabacher Grundschulen regelmäßig zu Gast am Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium, um im Rahmen des „TofI“-Projektes den Instrumentalunterricht zu besuchen und selbst auch einmal Instrumente auszuprobieren.
Unter Leitung und dank des organisatorischen Talents der Musiklehrkräfte Adelheid Habiger (Blechblasinstrumente), Claudia Hess (Klavier) und Mathias Rösel (Holzblasinstrumente) gab es nun einen Neustart an drei Terminen im März und April: eine Gelegenheit zu musikalischen „Schnupperstunden“ der außergewöhnlichen Art. Nach einer Begrüßung durch OStD Dr. Kifmann begannen die Veranstaltungen jeweils mit einem kleinem Konzert von Schülern zur Vorstellung der am WEG zum Lernen angebotenen Instrumente, wobei die jungen Zuhörer bereits sichtlich große Augen – pardon, Ohren bekamen: Da gab es Harfenklänge wie aus dem Märchenhörspiel – nur eben live; für viele der Besucher womöglich die Erstbegegnung mit jenem geheimnis-, wenngleich auch klischeeumwitterten Instrument (echte Prinzessin nicht inklusive). Aber auch eine Demonstration, mit welch spielerischer, aber doch nur scheinbarer Leichtigkeit ein Geigenensemble zum Zusammenklang gebracht werden kann, und natürlich klassische Klavierstücke fehlten nicht.
Im Anschluss daran ging es dann tatsächlich hinter die Kulissen: Im Halbstundentakt konnte man sich zum Probe-Singen im Chor oder zum Zuschauen bei Proben und Unterricht und vor allem zum Kennenlernen, ja mehr noch: tatsächlichen Ausprobieren gewählter Wunschinstrumente in Kleingruppen in die geheimnisumwitterten „Musikzellen“ des Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasiums begeben. Alle Instrumentallehrkräfte des WEG standen hierbei für theoretische wie praktische Fragen, Tipps und mehr zur Verfügung.
Im Zusammenhang mit dem Projekt gab es noch eine zusätzliche Abschlussveranstaltung: Die Bläserklassen der Grundschulen Katzwang und Rednitzhembach waren zu den Unterstufen-Vorspielabenden am 2. und 3. Mai eingeladen, um gemeinsam mit Unterstufenschülern des WEG am Anfang und Ende des Konzerts je zwei Stücke zum Besten zu geben.

„Große Begeisterung allerseits“, auch in Schülerzeitungen vermeldet, bestätigte man in ersten Rückmeldungen der Gäste von Lehrer- und Schülerseite: Der Fortbestand der Veranstaltungsreihe dürfte damit gesichert sein.

22.4.17

Weihnachtsbenefizkonzert am WEG ergibt Spende für Kirchenfenster


Vor Kurzem „weihnachtete“ es dank einer Spendenaktion des Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasiums für die Kirche in der unmittelbaren Nachbarschaft noch einmal kräftig, obwohl man sich bereits im April befand: Stadtpfarrer Robert Schrollinger, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gabriele Gottfried, gleichzeitig Religionslehrerin am WEG, und der Kirchenpfleger von St. Peter und Paul Schwabach, Günter Gottfried, durften sich über eine großzügige Spende in Höhe von 1100 EUR freuen. Der Betrag war beim Weihnachts-Benefizkonzert des WEG 2016 zusammengekommen und wurde zweckgebunden für neue Kirchenfenster von St. Peter und Paul übergeben.

23.3.17

Helden ohne Schwert und Rüstung

Lebensretter sein – dafür braucht es ziemlich viel. Das kann nicht jeder. Nur die Auserwählten, ganz besondere Menschen, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind und alle ihren Mut und ihre Kräfte zusammennehmen… Richtig? Naja, nicht ganz. Am 15.03.2017 war Andrea Autenrieth von der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) am WEG, um darüber zu zu informieren, wie es wirklich ist – und tatsächlich, um neue mögliche Lebensretter zu „rekrutieren“. Denn dazu muss man weder Drachen mit Schwert und Lanze besiegen noch in Türmen eingesperrte Prinzessinnen befreien – sondern sich nur per Wattestäbchen und Wangenabstrich „typisieren“ und als Stammzellenspender registrieren lassen. Ein kleiner Schritt, der für einen Mitmenschen den Unterschied zwischen Leben und Tod machen kann.
Statistisch gesehen erhält in Deutschland alle 15 Minuten ein Patient die Diagnose Blutkrebs. Dieser ist bei Kindern und Jugendlichen die am weitesten verbreitete Krebsart, und so liegt es nahe, sich besonders an sie zu wenden, um ihren Altersgenossen beizustehen, denn ohne medizinische Behandlung führt Blutkrebs zum Tod. Noch immer findet einer von sieben Patienten keinen passenden Stammzellenspender, und das obwohl die Registrierungen stetig steigen: 2017 gab es weltweit um die 30 Mio. registrierte Spender; 7 Mio. davon sind allein bei der DKMS registriert – 1991 waren es in Deutschland „nur“ 3000, wie die „Botschafterin“ der DKMS informierte.
Besonders persönlich wurde es dann, als Marina Steigleder aus Roth über ihre Erfahrungen als Spenderin berichtete. Ihre Motivation: Ihre Mutter verstarb an einer unheilbaren Krebsart – als es darum ging, zumindest beim Heilen anderer helfen zu können, musste sie nicht lange nachdenken. Sie hatte sich als Schülerin für eine potenzielle Stammzellenspende registrieren lassen und war schon relativ früh in die engere Auswahl gekommen. Ihr packender Bericht zeigte vor allem wieder eines: Jeder Schüler kann ein potenzieller Lebensretter werden.
Auch ein „beliebtes“ Missverständnis wurde ausgeräumt: Nicht etwa dem Rücken- sondern dem (Becken-)Knochenmark wird die Stammzellenspende entnommen und das auch nur noch bei einer Minderheit der Spender. Der Normalfall ist mittlerweile die seit 1996 bewährte Methode, bei der über das Spritzen eines speziellen Stoffes (den Wachstumsfaktor G-CSF, den der Körper interessanterweise auch bei der Konfrontation mit Grippeviren erzeugt, leichte grippeähnliche Symptome gehören also zu den möglichen Nebenwirkungen) die Stammzellen in das Blut gelöst und so wie bei einer Blutspende praktisch schmerzlos entnommen werden können. Und auch das mit dem Spritzen sei gar nicht schlimm: „Keine Sorge, Jungs und Mädels – ihr könnt weiter in die Schule gehen“, witzelt Marina unbeabsichtigt.
Die Bestimmung der Gewebemerkmale, auch HLA-Typisierung genannt, ist eine aufwändige Laboruntersuchung, so dass der DKMS für jede Neuaufnahme eines potenziellen Lebensspenders Kosten in Höhe von derzeit 40 Euro entstehen. Laut den Bestimmungen des Sozialgesetzbuches V übernehmen die Krankenkassen in Deutschland die Kosten für die Aufnahme neuer Stammzellspender nicht. Die DKMS ist deshalb für den weiteren Ausbau ihrer Datei finanziell auf sich gestellt. Die Spenderneugewinnung wird vor allem über Privat- und Firmenspenden finanziert. Häufig werden die Kosten von den Spendern selbst getragen, doch nicht allen ist dies möglich. Jeder Euro, der an die DKMS gespendet wird, trägt deshalb dazu bei, die Überlebenschancen für Patienten zu verbessern. In Vorbereitung der Infoveranstaltung wurde via WEG-Elternbrief auch eine Spendenaktion gestartet. Bislang ist bereits ein immerhin dreistelliger Euro-Betrag zusammengekommen, aber eine Teilnahme ist noch immer möglich: DKMS-Spendenkonto KSK Tübingen IBAN: DE54 6415 0020 0001 6893 96, Verwendungszweck: SBY 323. Und natürlich wurde auch „in Naturalien“ gespendet: Bereits vor Ort ließen sich 65 potenzielle neue Spender registrieren und typisieren, darunter auch einige Lehrkräfte – sind auch Sie schon dabei?
Foto: Andreas Baumgärtel

11.3.17

Spendenübergabe: Bernd Jörka bleibt Ehren-WEGler


Traditionen zu pflegen geht oft einher mit der nicht nur in Franken geläufigen Formel „Das haben wir schon immer so gemacht“. So manch einer fragt sich regelmäßig: „Wozu das alles?“, wenn wieder einmal eine der „traditionellen“ Veranstaltungen ansteht, die sich eher als sinnentleertes Ritual beschreiben lassen. Anders am Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium: Denn obwohl sich die Bilder gleichen, ist die Tradition eben nicht trockene, „tote“ Materie, sondern wird durch die jungen Menschen, Schülerinnen und Schüler, buchstäblich lebendig gemacht und vital erhalten, die sich jedes Jahr aufs Neue bewusst dafür entscheiden, die Erlöse diverser Benefizveranstaltungen – in einer weiteren Tradition des WEG natürlich in musikalischer Form – einem besonderen Mitmenschen und Mitschüler zur Verfügung zu stellen und ihm damit nicht nur Verbundenheit zu demonstrieren, sondern ganz pragmatisch das Leben zu erleichtern: Die stolze Summe von 1650,- Euro durfte der nicht minder stolze Schuldirektor des Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasiums, Dr. Richard Kifmann, dieser Tage dem ehemaligen Abiturienten „seines“ Gymnasiums, dem seit einem Sportunfall vom Hals abwärts querschnittsgelähmten Musiker und Musiklehrer Bernd Jörka aus Kleinschwarzenlohe, übergeben. Clubfan Jörka, der sich selbst auf seinem Weblog (http://blog.joerka.de) als „Steh-auf-Man“ bezeichnet – was nicht erst zutrifft, seit die Krankenkasse ihm letztes Jahr einen Rollstuhl mit Stehfunktion genehmigt hat – kann sich sicher sein, dass er auch für den „Club“ der WEGler kein abgehobener Sockelheiliger, sondern ein Ehrenmitglied ist und bleibt.

24.2.17

Und diese Biene, die ich meine...

Ja, man sollte eigentlich keinen Satz mit "Und" beginnen. Trotzdem interessiert euch vielleicht die Langfassung des Interviews aus der Sachtext-Schulaufgabe. Mehr Informationen dazu unter folgendem Link:

http://blog.hillvalley.de/2014/04/der-mann-der-captain-future-in-unsere-gegenwart-holte/

13.2.17

Hinter den Kulissen – ganz ohne Backstage-Pass

Sie sind begehrt, aber nur die wirklich Privilegierten – oder allenfalls die glücklichen Gewinner von Preisausschreiben – bekommen sie: Backstage-Pässe, um bewunderten Musikern und sonstigen Künstlern einmal ganz nahe zu sein, ihnen bei der „Arbeit“ direkt über die Schultern zu schauen statt sie nur auf einer gefühlt kilometerweit entfernten Bühne zu erahnen. Ähnliches war geboten, als das musische Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium in der Haydnstraße zum zweiten Mal Interessierte, Eltern, Freunde und mögliche zukünftige Schüler (speziell für diese gab es eine „Sprechstunde“ mit den jetzigen Fünften) zum Tag der Offenen Tür am 18. Juli von 9:45 bis 12:45 Uhr einlud.
Die Schüler der 5. bis 10. Klassen am WEG widmeten sich an diesem Tag in unterschiedlichsten Projekten und Unterrichtseinheiten dem Motto des Tages: „UnterWEGs“ – und das konnte man durchaus wörtlich nehmen, denn viele der Beiträge versetzten die Besucher buchstäblich in fremde Länder oder gar andere Welten:
Ins alte Ägypten ging es mit der Klasse 5a – die aus Ton gefertigte Totenmaske des Tut-Ench-Amun, ein in mehrerlei Hinsicht „kultisches“ Objekt von weltweiter Berühmtheit, stellte das Objekt der Begierde hier dar.
Andere Zeitreisen im doppelten Sinne – zurück in die eigene Schulzeit, aber auch, im Rahmen einer Deutschstunde zum Thema „ausgestorbene Wörter“, in die Sprachgeschichte – waren geboten, wo Eltern dem Unterricht der Kinder beiwohnen und sich sogar einbringen konnten. „Offene Klassenzimmer“ ermöglichten aber auch einen Blick in die andere Richtung, also ihre mögliche Zukunft, für potenzielle neue Schüler des WEG.
Fernab von Transformers und sonstigen futuristischen Killermaschinen präsentierte sich der Robotik-Kurs, der die sportliche Seite der Roboterprogrammierung vorstellte.
Glücklicherweise nur zu Demonstrationszwecken gebraucht wurde die Schulsanitäter-Truppe des WEG. Bei ihnen konnte man fachkundige Schülerinnen und Schüler in einem kleinen Quiz testen lassen, ob man selbst noch über die nötigen Grundkenntnisse in Erster Hilfe verfügt – und selbige gleich auffrischen.
Eine Tour über das Schulgelände und -gebäude konnte mit Führung oder auch auf eigene Faust mit Karte stattfinden und mit kulinarischen Gebüssen enden: beispielsweise mit „live“ zubereiteten internationalen Spezialitäten des Wahlunterrichts „Kochen“ unter der Leitung von Doris Braun. Die allerorten angebotenen „Insekten-Muffins“ entpuppten sich dann glücklicherweise als auch halloweentauglicher Gag der Klasse von Dorothea Jakob, die – quasi als Begleitprogramm zu ihrer Schullektüre „Die Wanze“ – Besucher dazu animierte, Muffins mit Hilfe diverser süßer Materialien zu Marienkäfern, Spinnen und ähnlichem Getier mutieren zu lassen.
Die Naturwissenschaftler dagegen boten Kurioses aus der „molekularen Küche“ und überhaupt zeigten die naturwissenschaftlichen Fächer, in denen Schülerinnen und Schüler des WEG in den letzten Jahren immer wieder hervorragende Leistungen erbracht haben, deutliche Präsenz.
Dennoch durften diverse Auftritte und Vorführungen der musikalischen Ensembles als besonderes Aushängeschild der Schule nicht fehlen. Außerdem war es den jungen und erwachsenen Besucherinnen und Besuchern möglich, einen Blick und vor allem Höreindrücke aus den geheimnisvollen „Musikzellen“ zu erhaschen, deren „Bitte nicht stören“-Schilder abgehängt oder umgedreht waren: Offene Proben sowie Einzel- und Gruppenunterricht luden zum akustischen „Schnuppern“ ein. Ein weiteres „Highlight“ auf dem künstlerisch-gestalterischen Sektor war außerdem eine offene Theaterprobe der schon legendären „Hexe von Schwabach“ unter der Leitung von Hannes Koch; die Inszenierung wird im Sommer erneut mehrmals öffentlich präsentiert.

Foto: A. Baumgärtel