11.12.15

Ropoesie

...oder wie nennen wir das? Die Meldung des Tages: Der Roboter "Nao" des Bionicums im Nürnberger Tiergarten hat einen weihnachtlichen Vierzeiler auswendig gelernt, den ich im Rahmen eines Wettbewerbs extra für ihn verfasst habe, und trägt das Gedicht in der Weihnachtszeit regelmäßig bei den Vorführungen um 12:00 und 15:30 Uhr vor. Ja, liebe Schüler, ich weiß, ihr seid KEINE Roboter, aber ihr seht hoffentlich, dass die Kunst des Gedichtvortrags keineswegs uncool ist ;)

BONUSMATERIAL:
- ein Podcast aus Nürnberg mit Hintergrundinfos aus einem Kurzinterview mit mir: http://heikesstadtgefluester.de/ein-gedicht-fuer-einen-roboter/
- eine Videoaufnahme des Gedichtvortrags: https://www.dropbox.com/sc/4b4id9sl1x90rmm/AAAGvyCpEmG48a253DwM6k5xa

15.10.15

Ein starker Abgang

Dass englischsprachige Filme oft in der Übersetzung absurde deutsche Titel bekommen, bin ich ja gewohnt. Was mich jetzt doch ein wenig schockiert hat, ist der Titel des Buches zum Michael-J.-Fox-Film "Die grellen Lichter der Großstadt" (nahe am Original "Bright Lights, Big City") - siehe Überschrift... Wie im Unterricht erwähnt, zeichnet er sich durch die ungewöhnliche Erzählweise in der 2. Person Singular aus, die man sonst allenfalls bei Abenteuer-Spiel-Büchern findet (hier darf ich gleich auf ein paar Klassiker des Genres verweisen, die ich aus meiner Schulzeit kenne: "Der Hexenmeister vom flammenden Berg", "Die Zitadelle des Zauberers", aber auch "Das Universum der Unendlichkeit"- eine unautorisierte Neuinterpretation/Schnelldurchlauffassung habe ich damals sogar auf dem Commodore 64 gebastelt -  sind immer noch "eine Reise wert"; aber ich schweife ab!). Eine englischsprachige Seite mit kleinen Leseproben findet ihr hier, sowie ein Autoreninterview hier. Eine Leseprobe der deutschen Fassung habe ich bis jetzt nicht gefunden, aber ich suche weiter - auf der Google-Bücher-Seite gibt es immerhin verschiedene Links zu preiswerten, antiquarischen Ausgaben des Buchs, wenn jemand ernsthaftes Interesse hat :https://books.google.de/books?id=S2vJPAAACAAJ&sitesec=buy&hl=de&source=gbs_atb

2.10.15

111 Jahre "General Slocum"

Ganz ehrlich, Mr. Lundberg – und ich sage diesmit höchstem Respekt’ – Ihre Inspektion der Slocum war allenfalls oberflächlich. Andere haben ausgesagt, dass Sie weniger als zehn Minuten an Bord des Dampfers waren. Zehn Minuten, Mr. Lundberg. Das ist kaum genug Zeit, mit dem Kapitän eine Halbe zu trinken, was Sie, wie wir von Van Schaick gehört haben, offenbar getan haben. Eine Halbe Bier, im Dienst. Ich bin schockiert, Mister Lundberg.”
Die Menge brach in Gelächter aus.
O’Gorman hielt die Hand hoch. „Ist das wahr, Mr. Lundberg?”
„Es ist so üblich, dass der Kapitän eines Schiffes dem diensthabenden Inspektor ein Getränk anbietet. Es ist Tradition.”
„Tradition. Tradition, Sir, ist es, Ihre Pflicht zu erfüllen, wie sie es geschworen haben. Tradition ist es, sicherzustellen, dass das, was sie geprüft haben, der Überprüfung standhält. Sicherzustellen, dass diese unschuldigen Kinder eine Chance hatten. Legen wir in dieser Stadt, in diesem Land tatsächlich Wert auf öffentliche Sicherheit?” [...]

Ein Auszug aus meinem aktuellen Übersetzungsprojekt, dem Jugendroman "Kiss Me, I'm Dead", ursprünglich "The Unresolved" von J.G.Sandom alias T.K.Welsh. Die Schlamperei der Kontrollinstanzen und einige andere Faktoren waren verantwortlich für das größte Unglück in New York City bis zum 11. September, im Hinblick auf die Zahl der Todesopfer - über 1000 (eintausend!) waren es, hauptsächlich Frauen und Kinder aus dem New Yorker "Kleindeutschland", das danach ebenfalls dem Untergang geweiht war. Warum man auch hierzulande kaum von dem verheerenden Feuer auf dem Ausflugdampfer "General Slocum" im Jahre 1904 gehört hat? Nun ja, da gab es ein paar Jahre später natürlich die Titanic mit ihren Opfern aus der Kategorie "reich und berühmt", und dann die zwei Weltkriege, die am öffentlichen Image der Deutschen mehr als nur kratzten. Ich möchte gegen das Vergessen arbeiten, daher z.B. dieses Projekt - hoffentlich auch einmal als Klassenlektüre gelesen. Wer sich in der Zwischenzeit genauer informieren möchte, dem seien beispielsweise folgende Links ans Herz gelegt:
http://www.spiegel.de/panorama/schiffstragoedie-in-new-york-little-germanys-untergang-a-410073.html
http://www.welt.de/geschichte/article129048984/Die-Katastrophe-der-General-Slocum.html
http://www.heise.de/tp/artikel/17/17678/1.html



28.9.15

Erzählte Zeit oder Die Sache mit dem Eulenfluss

Wenn es einen Klassiker der Zeitdehnung und Bewusstseinsstrom-Technik in einer Kurzgeschichte gibt, dann ist das wohl Ambrose Bierces "An Occurrence At Owl Creek Bridge", mit deren Originalfassung ich im Englisch-Leistungskurs bei Herrn Scheuring circa anno 1992 zum ersten Mal konfrontiert wurde und die mich seither nicht loslässt. Zwischenzeitlich habe ich auch die kongeniale Twilight-Zone-Episode entdeckt, die - eine weitere Premiere - im Gegensatz zu den anderen von einem externen französischen Filmteam realisiert wurde und den guten Rod Serling so mächtig beeindruckt hat, dass er sie einfach in seine Sendung holen musste (allein über die Kamerafahrten könnte man Bände füllen). Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid, was es mit diesem geheimnisvollen Stück Literatur auf sich hat: Hier kann man die Geschichte im englischen Original und in deutscher Sprache parallel nachlesen! Das Video dazu gibt's "Natürlich" auf YouTube - ich habe eine Version mit spanischen Untertiteln gewählt, weil es in der Verfilmung ohnehin nicht viel Text gibt und die Bild- und Tonqualität mir bei dieser Fassung noch mit am besten erschien:

22.9.15

Neues vom Mars

Es ist natürlich nicht nur eine Literaturempfehlung, sondern auch ein wenig Eigenwerbung ;)
Ich hatte kürzlich das Vergnügen, Andy Weir per Skype interviewen zu dürfen, dessen Roman "Der Marsianer" ganz weit oben auf der New-York-Times-Bestsellerliste steht und nächsten Monat als Film mit Matt Damon in der Hauptrolle in die Kinos kommt (Regie: Ridley Scott!). Eine deutsche Übersetzung des Interviews findet ihr unter http://blog.hillvalley.de/2015/09/spuren-auf-dem-mars/, wo ihr auch das Original nachlesen und -hören könnt. Viel Spaß!

17.9.15

Wiederum: Aus gegebenem Anlass

...noch einmal das Max-Goldt-Zitat über "DIE ZEITUNG" nach oben geholt: "Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zulässt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun." - aus "Mein Nachbar und der Zynismus", in: Der Krapfen auf dem Sims, Berlin 2001
P.S. Besagter Anlass: http://www.mimikama.at/allgemein/beim-fcstpauli-sind-refugeesnotwelcome-kai-diekmanns-bild-steile-thesen/

15.9.15

Noch einmal, mit Gefühl

Hallo Welt! Nach einer ziemlich langen Zeit der Ruhe möchte ich diesem Blog noch eine Chance geben - ich wünsche allen am WEG und sonstwo einen guten Start ins neue Schuljahr!

21.7.15

Wolframsfest: "Wer entdeckt, gewinnt"

Wenn Wolfram zu seinem Feste lädt, so wissen Schwabacher „Insider“ längst, begibt man sich nicht etwa in seinen Heimatort (Wolframs-)Eschenbach, sondern in die Haydnstraße 1. Das Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium rief erneut Eltern, ehemalige Schüler, Freunde und Interessierte zum traditionellen zweijährlichen Schulfest am 18. Juli von 11:00 bis 14:00 Uhr. Dort galt dieses Jahr: „Wer entdeckt, gewinnt“ – auch dafür können die Buchstaben „W-E-G“ stehen, denn, wie Galileo Galilei das schon formulierte, „die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will“. Für Neugierige wurde einiges geboten: Eine Tour über das Festgelände konnte man mit kulinarischen Köstlichkeiten in flüssiger und fester Form beginnen oder enden lassen, die allesamt von den Schülern und ihren Familien hergestellt und nicht nur wegen ihrer Tendenz zur Exotik tatsächlich zum „Entdecken“ einluden. Darüber hinaus tat man mit deren Kauf oft auch noch ein gutes Werk, denn Erträge wurden der Afrikahilfe gespendet. Und apropos kulinarisch: Eine schaurig-mysteriöse Hexenküche, Angebote unter dem Motto „Strange Taste“ und ein „No-light-Dinner“ sowie die dazu passende Geisterbahn entführten in eine düstere Traumwelt der Sinne. Eine ganz andere Traumwelt aus Pixelgrafik und Chipmusik sah und hörte man in bzw. aus dem „Videospielmuseum der 80er und 90er“, wo ein gutes Dutzend Originalgeräte von Atari bis Vectrex aus der Privatsammlung eines WEG-Lehrers darauf warteten, (wieder-)entdeckt und vor allem ausprobiert zu werden – natürlich wollte ma den „Ur-Mario“ gegen Donkey Kong gewinnen lassen! Austesten konnte man auch, ob man „die 5. Klasse bestanden“ hätte – hier waren bestimmt einige Besucher froh, ihren Schulabschluss bereits in der Tasche zu haben. Nicht fehlen durften am musischen WEG diverse Auftritte der musikalischen Ensembles der Schule inklusive der schon legendären „Singing Girls“ – und eines „Alphorn-Schnupperkurses“. Weitere Klassen boten Mitmach-Aktionen wie die „Photobooth“, eine Graffiti-Mal-Werkstatt, die „Wunderwelt Archäologie“, Fühlkästen zur Entdeckung unbekannter Sinneswahrnehmungen oder „Chemische Experimente to go“ an. Auch Personal- und Elternbeirat hatten wieder ihre „Versorgungsstände“ aufgebaut.Das sommerliche Wetter sorgte an jenem Samstag mit dafür, dass es außen und vor allem innen „heiß hergehen“ konnte, doch gerade auch die „Indoor“-Angebote waren so attraktiv, dass die Gäste beschlossen, die Temperaturen zu ignorieren – oder bewusst ein Zeichen zu setzen, dass die vielfältigen, kreativ-kurzweiligen Angebote der Schüler einfach einen Besuch wert waren.Das WEG bewies somit eindrucksvoll, dass es – so hatte es auch Schuldirektor Dr. Richard Kifmann in seinem Geleitwort formuliert – „viel mehr ist als nur ein Ort zum Lernen und Prüfungen Ablegen“.

29.6.15

Ein ausgezeichneter Jahrgang

Der „Zirkus Abigalli“ gab am vergangenen Samstagabend sein letztes Gastspiel in der Gemeindehalle Schwanstetten und alle waren gekommen: Nachdem das Abiturmotto die Abiturientinnen und Abiturienten durch eine Reihe von Konzerten und Feierlichkeiten in und außerhalb der Schule begleitet hatte und der Zirkus-, pardon, Schuldirektor höchstselbst beim Abischerz seine Jonglierkünste beeindruckend unter Beweis gestellt hatte, war es an der Zeit, endgültig Abschied zu nehmen. Und was für ein ehrenvoller Abschied es war: Auch in diesem Jahr konnte der Abiturjahrgang ein Ergebnis erzielen, das mit 2,21 deutlich über dem langjährigen bayerischen Landesdurchschnitt von 2,47 lag.

Oberstudiendirektor Dr. Richard Kifmann hatte allen Grund, dem Jahrgang 2013/15 zum erfolgreichen Abschluss seiner gymnasialen Laufbahn gratulieren. Bei 32 Absolventinnnen bzw. Absolventen steht dieses Jahr die Note 1 vor dem Komma, davon 15 Ergebnisse gleich oder sogar besser als 1,5. Zweimal (namentlich im Falle von Ludwig Peschik und Julian Wechsler) konnte gar die „Traumnote“ 1,0 erreicht werden. Zu den im Anschluss besonders geehrten 15 Besten der Schule zählen außerdem Johanna Fay, Solveig Tonn, Anna Mayer, Hannah Perleth, Christina Schiffel, Luisa Schlager, Linda Storek, Andrea Hafner, Anna Hofrichter, Silja Jenne, Alexandra Rauch, Sophia Ritter und Lisa Straubinger.
Grund zum Stolz gebe es dabei auf beiden Seiten, sowohl der Schüler als auch der Lehrer und ihres Direktors. Der Schulleiter brachte die Hoffnung zum Ausdruck, die Schule habe „nicht nur Goethe, sondern auch Google“, also alltagsrelevante Inhalte, vermitteln können. Soziale Verhaltensweisen und Wertesysteme, allen voran die Toleranz als wichtigste Tugend, bestimmten die Zukunft Europas. Dr. Kifmann zitierte den Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, mit dessen Worten anlässlich der 30-Jahr-Feier des Schengener Abkommens: „Lassen wir es nicht zu, dass jetzt aus Angst neue Grenzen und Mauern errichtet werden!“ – die Verantwortung für eine künftige europäische Gesellschaft zu übernehmen, sei die Herausforderung der Abiturientinnen und Abiturenten, und wie dies bereits der chinesische Philosoph Lao Tse im 4. vorchristlichen Jahrhundert offenbart: „Verantwortlich ist man […] auch für das, was man nicht tut“. Diese Gefahr sei aber beim gegenwärtigen Abiturjahrgang nicht gegeben, wie Dr. Kifmann insbesondere bei der Bekanntgabe der Abiturergebnisse zum wiederholten Male festgestellt habe: Die Gruppe habe „mitgefiebert, aufmunternde Worte gefunden und sich über jedes 'Bestanden' unglaublich gefreut“, aber auch „Trost durch ein gutes Wort, eine Umarmung oder durch ihre Anwesenheit gespendet“, als bekannt wurde, dass eine Einzige des Jahrgangs die Prüfung nicht erfolgreich abschließen konnte. Der Oberstudiendirektor erinnerte auch daran, wie der Jahrgang zur Unterstützung des ehemaligen WEG-Abiturienten und Musikers Bernd Jörka nach seinem tragischen Sportunfall beispielsweise durch Benefizkonzerte Wesentliches beigetragen habe, aber eben nicht nur auf finanzieller Ebene, sondern auch mit „emotionaler Kraft“.
Ausdrücke der Freude gab es auch vom Oberstufenbetreuer Gernot Höflinger, der mit Fußball-Metaphorik arbeitete: Die Oberstufe sei wie eine Fußballsaison in einer hohen Liga: „Man trainiert, man übt, aber es gibt Siege und Niederlagen; allzu häufiges Fernbleiben vom Training ist der Leistung nicht förderlich, nicht jeder Spieler ist ein Artist, aber durch Übung kann er es vielleicht werden. Am Ende zählt die erreichte Punktesumme und ist das Abitur gesichert, gibt es die obligatorischen Bierduschen – Feierrituale wie im echten Fußballeben.“
Der Oberstufenbetreuer hob, die Anmerkungen des Schulleiters reflektierend, hervor, sich in der Tat keines Konfliktfalls im zwischenmenschlichen Bereich erinnern zu können; der Jahrgang habe im Gegenteil besonders durch sein soziales Handeln in einer ohnehin überdurchschnittlich menschlich orientierten Schulfamilie positiv herausgeragt. In einer Zeit des Umbruchs und globaler Konflikte und Probleme sei Höflinger sicher, dass die nun „ins Leben geworfenen“ Abiturienten und Abiturienten die von Dr. Kifmann angemahnte Verantwortung zu übernehmen bereit und gerüstet seien.
Der ebenfalls angereiste Schwabacher Oberbürgermeister Matthias Thürauf, der mit einem lediglich ironischen Zähneknirschen ein Lob für den Feierort äußerte, thematisierte das Gefühl der davoneilenden Zeit: Er erinnere sich an einen Mitschüler, der zu Thüraufs eigener Abiturfeier mit einem damals noch keinesfalls so leicht „tragbaren“ Funktelefon erschienen und damit spöttisch belächelt worden sei, weil niemand sich vorstellen konnte, dass sich so etwas durchsetzen würde. Unter anderem aus diesem Grunde, so Thürauf, rate er den Abiturientinnen und Abiturienten, sich nicht gleich auf die nächste Herausforderung „Karriere“ zu stürzen, sondern sich auch tatsächlich Zeit zu nehmen, „das Leben“ kennenzulernen.
Im Rahmen der Abiturfeier wurden schließlich auch zahlreiche Preise externer Organisationen an Schüler mit herausragenden Leistungen auf verschiedenen Feldern vergeben: Die Gesellschaft Deutscher Chemiker zeichnete mit Ludwig Peschik, Linda Storek und Julian Wechsler die besten AbiturientInnen in diesem Fach aus; ein ähnlicher Sonderpreis des Deutschen Altphilologenverbands für die beste Leistung im Fach Latein ging ebenfalls an Julian Wechsler. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft ehrte die vier besten PhysikerInnen des Jahrgangs, namentlich Andrea Hafner, Ludwig Peschik, Felix Schmid und Julian Wechsler. Silja Jenne wurde durch die „Stiftung Natur-Mensch-Kultur“ als beste Absolventin im Fach Biologie ausgezeichnet. Der Edith-Wenninger-Preis im Fachbereich Kunst wurde der Abiturientin Sabrina Stehlik verliehen: Sie durfte eine von Ottmar Hörls bekannten Gartenzwerg-Kleinplastiken entgegen nehmen, deren ausgestreckten Mittelfinger Dr. Kifmann den Zuschauern zunächst eine Weile vorenthielt. Den Constanze-Link-Preis für die beste Seminararbeit in Englisch bekam Antonia Kalusche. Für Anna Hofrichters Seminararbeit im Fach Physik verlieh ihr die Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg eine Auszeichnung. Eine besondere Ehrung wurde überdies den Abiturientinnen und Abiturienten René Drechsel, der für sein ehrenamtliches Engagement gleichzeitig durch die Sparkasse Mittelfranken Süd ausgezeichnet wurde, sowie Hannah Perleth, Antonia Rösler, Maximilane Röstel und Julian Wechsler für ihren beispiellosen Einsatz als Schulsanitäter zuteil. Dr. Kifmann fasste die Dankbarkeit der Schulgemeinschaft zusammen, sich in Notsituationen auf jemanden so verlassen zu können wie auf die Schulsanitäter des WEG.

Nach einer Abiturrede in Lehrbuchqualität, gewandt abgeliefert von dem Abiturienten Julian Wallraff, durften noch einmal alle „Artisten“ zum großen Finale auf die Bühne: Mit dem aus dem Abiturkonzert bekannten Song „Acht lange Jahre“ von YouTube-Star Paul Falk, der zum Mitsingen und -klatschen einlud, erzeugten sie standesgemäß und nicht nur sprichwörtlich jeweils ein lachendes und ein weinendes Auge bei so manchem Besucher.