Dieses Blog eines Deutschlehrers an einem fränkischen Gymnasium bietet Schülern Zusatzmaterial zum Unterricht, Berichte aus dem Schulleben - aber auch gelegentliche Kommentare zu seiner ganz persönlichen Sicht der Dinge ;)
4.9.09
Ich bin dann mal... WEG
Es ist stark anzunehmen, dass es sich bei dem Wortspiel um das älteste im Zusammenhang mit dem Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium handelt, aber ich werde ja hier auch nicht für Kreativität bezahlt ;) Nachdem ich es auf dem englischen Blog schon angekündigt habe, auch hier nochmals der Hinweis: Der Herr Weese ist ab dem Schuljahr 2009/10 am Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium in Schwabach tätig, das Blog bleibt bestehen. Mal sehen, zu welchen Blogeinträgen mich die Schüler dieses musischen Gymnasiums beflügeln - ist ja in letzter Zeit immer ruhiger geworden hier...
23.6.09
Die Rückkehr des Bindestrichs
Einige Leser werden sich noch daran erinnern, wie ich mich damals wegen des sinnentstellenden Fehlens eines Bindestrichs über das Autobahnschild mit der Aufschrift "Veste Stadt Coburg" geärgert habe (das übrigens nicht mehr geändert wurde, war ja klar). Nun, heute ist der Bindestrich quasi wieder aufgetaucht - auf einem separaten Schild, das für das hiesige Samba-Fest gebastelt wurde und auf dem er, weil der Begriff "Samba City" tendenziell eher als Englisch empfunden werden dürfte, wiederum fehl am Platze ist. Realsatire? Bin ich der Einzige, der sich bei sowas verwundert die Augen reibt?
Stichwörter:
Bindestrich,
Coburg,
Deppenleerzeichen,
Veste
4.6.09
Wortspiele mit vom Aussterben bedrohten Wörtern
Bei "hirnlosen" Tätigkeiten wie dem Staubsaugen macht sich mein Gehirn manchmal selbständig. Heute fiel mir folgende Geschichte ein:
Ein junger Mann kommt außer sich in ein Geschäft und erklärt der Verkäuferin, er benötige dringend Hilfe; seine draußen wartende Cousine habe sich nämlich die Hand verletzt und blute stark. Die Verkäuferin erwidert in bedauerndem Ton: "Das tut mir jetzt zwar auch leid, aber ich habe absolut keine Ahnung von blutenden Basen."
Muss ich das jetzt eigentlich erklären?
Ein junger Mann kommt außer sich in ein Geschäft und erklärt der Verkäuferin, er benötige dringend Hilfe; seine draußen wartende Cousine habe sich nämlich die Hand verletzt und blute stark. Die Verkäuferin erwidert in bedauerndem Ton: "Das tut mir jetzt zwar auch leid, aber ich habe absolut keine Ahnung von blutenden Basen."
Muss ich das jetzt eigentlich erklären?
25.5.09
Zutaten für einen Gewürzkuchen
Laura P. aus der 6b hat sich heute einen Platz im Blog verdient, und zwar für eine extrem intelligente Frage zur heutigen Schulaufgabe. Das meine ich ausnahmsweise überhaupt nicht ironisch, denn auch wenn die Frage zunächst albern klingt, offenbart Sie doch, dass Laura mitgedacht und einen Fehler meinerseits entlarvt hat: Die Aufgabe lautete, eine Vorgangsbeschreibung in vollständigen Sätzen anhand eines mit Stichpunkten und Bildern illustrierten Backrezeptes zu verfassen. Immer wieder hatte ich den Schülern eingeschärft, dass es oft auf kleine Details in den Zeichnungen ankommt (beispielsweise, welche Hilfsmittel benötigt werden oder wie oft und in welchen Abständen eine Serviette zu falten ist) und sie auf keinen Fall eines dieser Details vergessen sollten. Laura verblüffte mich mit der Frage:
"Wird für den Gewürzkuchen auch ein Zwerg benötigt?"
Was war passiert? Die Abbildungen zum Gewürzkuchen-Rezept entstammen einem Backbuch für Kinder und enthalten links unten tatsächlich einen mit den benötigten Eiern jonglierenden Zwerg. Selbst schuld, Herr Weese!
"Wird für den Gewürzkuchen auch ein Zwerg benötigt?"
Was war passiert? Die Abbildungen zum Gewürzkuchen-Rezept entstammen einem Backbuch für Kinder und enthalten links unten tatsächlich einen mit den benötigten Eiern jonglierenden Zwerg. Selbst schuld, Herr Weese!
19.5.09
Rhabarberbarbara
Nachdem sich schon mein Freundeskreis (ich natürlich auch) darüber kaputtgelacht hat, möchte ich euch diesen (Alp-)Traum eines Deutschlehrers nicht vorenthalten: Die Geschichte eines Mädchens namens Barbara, das für seinen exzellenten Rhabarberkuchen bekannt ist, ist ein Denkmal für die Fähigkeit und Tendenz der deutschen Sprache zu Endlos-Komposita...
Vielen Dank an Herrn Larbig!
Vielen Dank an Herrn Larbig!
20.3.09
Dies ist NICHT meine Krankheitsvertretung
...ich zumindest finde es selbst "krank":
http://www.myvideo.de/watch/6104818/Japan_Roboter_arbeitet_als_Hilfslehrer
http://www.myvideo.de/watch/6104818/Japan_Roboter_arbeitet_als_Hilfslehrer
21.2.09
Tag der Muttersprache
Passend zum heutigen Internationalen Tag der Muttersprache, von dem ich auch gerade erst aus der Zeitung erfahren habe, hat die Redaktion der Netzausgabe der "Tagesschau" einmal die ihrer Meinung nach schönsten deutschen Wörter gesammelt und sammeln lassen. Eine Liste, der ich mich durchaus anschließen kann, ist bereits zu lesen; die Einsendungen der Leser werden noch ausgewertet. Mein persönlicher Favorit bleibt natürlich immer noch mein Paten-Verb "befleißigen" (mit Genitiv) - aber dies ist auch ein schöner Anlass für eine kleine interne Umfrage: Was halten Sie / haltet ihr, die Leser dieses Blogs, denn persönlich für das schönste deutsche Wort?
18.2.09
Der Gott der Stadt
Vielleicht für meinen Deutsch-GK (vor allem die Abitur-Kandidaten) interessant, weil wir vor gar nicht allzulanger Zeit (aber nicht in einem unbekannten Land, taramdamdam...) ein Referat dazu gehört haben: Eine Interpretation dieses Gedichtes von Georg Heym finden Sie "frisch gebloggt" bei Herrn Larbig.
11.2.09
Warum man nicht aus der Wikipedia abschreiben sollte
Aus aktuellem Anlass: Die Wikipedia ist immer noch manipulationsanfällig, trotz verschiedener Prüfungsinstanzen. Gerade sind eine Reihe renommierter journalistischer Erzeugnisse auf eine solche Manipulation hereingefallen und haben sich als Abschreiber entpuppt. Das Schlimmste an der Geschichte ist, dass so eine Sache heutzutage schnell eine ungeahnte Eigendynamik entwickelt, denn sobald ein Druckwerk die Fehlinformation veröffentlicht hat, handelt es sich - auch nach Wikipedia-Richtlinien - um eine legitime Quelle, die wiederum andere Journalisten hernehmen können, um ihrer Verpflichtung Genüge zu tun, mindestens zwei voneinander unabhängige Quellen zu prüfen.
Einen genauen Bericht zu dem Debakel gibt's im Bild-Blog unter dem Titel "Wie ich Freiherr von Guttenberg zu Wilhelm machte"...
P.S.: Ich war's nicht!
Einen genauen Bericht zu dem Debakel gibt's im Bild-Blog unter dem Titel "Wie ich Freiherr von Guttenberg zu Wilhelm machte"...
P.S.: Ich war's nicht!
Stichwörter:
Bild,
Bild-Blog,
Guttenberg,
Hoax,
Manipulation,
Wikipedia
26.1.09
Spaßiges zwischendurch: Französische Eulenspiegeleien
Ein ehemaliger Mitstudent und Freund in Frankreich (der Comiczeichner) hat mich auf den verrückten Rémi aufmerksam gemacht, der unter anderem als Mario verkleidet** mit einem passenden Kart Bananen (die er sich vorher stilecht im Gorillakostüm aus dem Supermarkt besorgt hat) werfend durch die Stadt düst. Wie schräg ist das denn? Diese und andere Streiche, die keineswegs zur Nachahmung empfohlen sind* (ja, ihr seid gemeint, liebe 6b!), kann man unter anderem bei YouTube "bewundern".
* Sein Motto allerdings lautet "C'est en faisant n'importe quoi qu'on devient n'importe qui" ("Nur indem man irgendwas macht, wird man irgendwer.")
** Nachtrag: noch zwei besonders gelungene YouTube-Videos zum Thema Nintendo:
- Nintendo Music A Capella (inkl. Mario & Tetris)
- Human Tetris (leider nicht spielbar, nur zum Zuschauen, aber dennoch herrlich abgefahren)
* Sein Motto allerdings lautet "C'est en faisant n'importe quoi qu'on devient n'importe qui" ("Nur indem man irgendwas macht, wird man irgendwer.")
** Nachtrag: noch zwei besonders gelungene YouTube-Videos zum Thema Nintendo:
- Nintendo Music A Capella (inkl. Mario & Tetris)
- Human Tetris (leider nicht spielbar, nur zum Zuschauen, aber dennoch herrlich abgefahren)
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