31.5.10

Der Duden castet Pod und lettert News

Wer auf dem Weg zu oder von der Schule oder unterwegs im Dschungel des Internets sein schlechtes Gewissen bezüglich Deutschnote (*) beruhigen möchte, ist mit folgenden Adressen möglicherweise gut beraten:
http://www.duden.de/deutsche_sprache/sprachberatung/podcast/
http://www.duden.de/deutsche_sprache/sprachberatung/newsletter/index.php

(*) Zielgruppe sind natürlich nicht nur be-iPoddete Schüler...

19.4.10

Verschwörungstheoretiker aufgepasst

Mal wieder ein Fall von Blog-Themen-Überschneidung, deswegen eine Artikeldopplung hier:

Durch eine interessante Bemerkung eines Schülers im Deutschaufsatz bin ich darauf gestoßen worden, dass die Zahl 18 von Neonazis gerne als “AH” für “Adolf Hitler” gelesen wird, weil besagte Anfangsbuchstaben an 1. und 8. Stelle im Alphabet stehen (es ging um eine Kurzgeschichte von Günter Kunert mit dem Titel “Zentralbahnhof”, in der jemand mit einem amtlichen Schrieb zur Hinrichtung in Kabine 18 eines als Bahnhof getarnten oder verschlüsselten Vernichtungslagers beordert wird). Ist die Zahlensymbolik in diesem Fall noch begründbar (auch wenn es möglicherweise ein Zufallstreffer von Kunert war), haben mich weitere Infos zum Thema dann doch ein wenig durcheinander gebracht: Die 88 (wie in “88 miles per hour”, die Zeitreisegeschwindigkeit des DeLorean in "Zurück in die Zukunft") steht der gleichen Logik nach nämlich für “HH”, und zwar nicht im Sinne von “Hansestadt Hamburg” sondern der Grußformel “Heil Hitler”… Wenn das mal kein Grund ist, diesen ganzen Zahlenzauberkram ins Reich der absurden Verschwörungstheorien zurückzuverbannen, wo er hingehört. Aber einen hab’ ich noch, der mir besonders gefallen hat: Die ASCII-Werte der Buchstaben des Namens “Bill Gates” ergeben nämlich, so hat ein findiger Zahlentrickser ausgeknobelt, die Summe 663. Zählt man dazu noch eine 3 aufgrund der Tatsache, dass Bill Gates in Wirklichkeit “William Henry Gates der III.” ist, erhält man 666, die bekannte “Zahl des Tieres” aus der Johannesoffenbarung. Ta-daah! (Man möge aber bitte nicht danach fragen, warum man nicht auch den ASCII-Code von “Henry” oder der römischen Zahlen “III” dazu gezählt hat oder warum man die Abkürzung “Bill” für die Berechnung verwenden durfte…)

So, das sollte jetzt die Zugriffszahlen des Blogs in die Höhe treiben. Bill Gates und Adolf Hitler im selben Artikel!!!111einself

31.3.10

Kreatives Schreiben zu Bildimpulsen

Hier 'mal eine Buchempfehlung (auch) für die Lehrerkollegen in der Grundschule: Mein Freund und Kommilitone Jan van den Beld hat Zeichnungen zu einem Buch beigesteuert, das jetzt unter dem in der Überschrift genannten Titel beim AOL-Verlag erschienen ist. Hier findet man schon einmal das Inhaltsverzeichnis, eine Musterseite mit einem Bildbeispiel ganz nach meinem "außerirdischen" Geschmack gibt es hier...

16.12.09

Überflüssig, salzig

Das Wort "Sale" ist zum "überflüssigsten Wort des Jahres" gewählt worden. Klar, dass es in einem Kaufhaus völlig sinnlos ist, explizit darauf hinzuweisen, dass dort "Verkauf" (so die wörtliche Übersetzung aus dem Englischen) stattfindet. Des Italienischen mächtige Spötter fragten dagegen schon 'mal nach, wo denn nun das Salz zu finden sei und ernteten verwunderte Blicke beim Verkaufspersonal. Dabei ist zumindest diese zunächst wie ein Kalauer wirkende Assoziation eine etymologisch (also in Bezug auf die Entstehungsgeschichte des Wortes) wohl vollkommen korrekte, wie mir kürzlich (danke an "One Word A Day"!) klar gemacht wurde: In der Tat stammt auch das englische Wort "salary" für "Gehalt" (im finanziellen Sinne) vom gleichen lateinischen Wortstamm wie unser deutsches Wort "Salz" und das englisch/italienische "sale" ab! Das liegt daran, dass Salz aufgrund seines vielfältigen Nutzens früher - ähnlich wie manch andere Gewürze - sehr wertvoll war und als Zahlungsmittel beispielsweise auch für den Sold (dies allerdings von "solidus" für "harte Münzen" abgeleitet) römischer Legionäre herhielt, nämlich in Form einer "salarium" genannten Salz-Ration.

6.12.09

Es war einmal...

Mit freundlicher Genehmigung von Lucas, Luca und Florian aus der 5d gibt es auf diesem Blog heute den ersten "Gastschreiberbeitrag": Ist eigentlich schon jemand auf die Idee gekommen, einen Agenten-Krimi in Märchenform zu verfilmen? Hier ein Vorschlag:

Prinz James in tödlicher Mission

Es war einmal ein Prinz namens James. Sein bester Freund war der Hofzauberer Ciuw, der ihm immer seine Spezialwaffen gab.

Eines Tages rannte der Prinz zu dem Hofzauberer und sprach: „Ist mein Pferd schon fertig?“ Ciuw antwortete: „Nein, es ist noch nicht aufgetankt.“ - „Und mein Spezial-Smoking?“, fragte James. „Ja, ich gebe ihn dir sofort.“

Plötzlich ging die Tür des Zimmers auf und ein Diener berichtete, dass die Prinzessin entführt worden war. James sprang sofort auf sein Pferd und rief: „Ich befreie die Prinzessin!“ Er nahm sein Schwert und ritt los. Ciuw rief noch hinterher: „Halt, das Pferd ist noch nicht aufgetankt!“ James aber ignorierte es einfach.

Nach einem langen Ritt kam er an eine finstere, düstere Burg und hörte die Prinzessin rufen: „Rette mich, James, oder Léchyfré tötet mich!“ Der Prinz schrie entschlossen zurück: „Ich werde dich retten!“ Doch plötzlich riss eine dunkle Hand ihn zu Boden. Es war Léchyfré und er sprach mit erbarmungslosem Ton: „Diesmal wirst du auf den Knien rutschend zu mir kommen und um dein Leben betteln.“

James packte Léchyfré an der Hand und schleuderte ihn zu Boden, aber Léchyfré wehte sich heftig und sprach: „Du wirst mich niemals töten...“ Doch am Ende warf ihn James in einen tiefen Graben.

James kämpfte sich durch die Burg und rettete die Prinzessin, aber auf dem Rückritt brach auf einmal das Pferd zusammen und James musste die Prinzessin zum Schloss zurück tragen. Als sie dort angekommen waren, kam Ciuw herbeigerannt und rief: „Große Klasse James, gut gemacht!“

Und sie lebten glücklich bis zu ihrem Lebensende im Schloss des Prinzen.

25.11.09

Rundä von mein Aggä!

Die Abenteuer des fränkischen Bauern Böhnlein gibt's übrigens noch als Restbestände bzw. Gebrauchtexemplare, zum Beispiel hier oder hier...
Die Volkssternwarte Würzburg präsentiert mit freundlicher Genehmigung des Autors eine Leseprobe, in der Bauer Böhnlein außer seinem "Aggä" gleich 'mal die ganze Erde von einer Invasion Außerirdischer retten darf: Bitte hier klicken!

12.10.09

Gregor Samsas neuer Job

Neulich auf der Verpackung edler Kaffeepads aus Breitengüßbach gefunden: "Hergestellt unter ständiger Qualitätskontrolle durch Käfer..." - wie hat man sich das genau vorzustellen?
"Bsss! Summsel! Lecker Kaffee! In Ordnung, kann durch..."

6.10.09

Dem Duden

Hatte heute die 25. Auflage des Rechtschreib-Duden in der Post. Zu meiner Erleichterung durfte ich feststellen, dass die verwirrend-inkonsequente Angabe eines "optionalen" Kommas bei "um...zu" (war in den Kommaregeln als verpflichtend angeführt, beim Eintrag für die Konjunktion selbst aber noch in Klammern gesetzt, weil man wohl vergessen hatte, die 2004er "Reform der Reform" nicht nur in den Regel- sondern auch in den Wörterbuchteil "einzupflegen" ;) ) inzwischen korrigiert wurde. Ein Streitfall weniger, aber bestimmt noch genügend vorhanden. *seufz*
Ich empfehle allen Lesern wärmstens die augenöffnende Lektüre von "Die regulierte §chrift: Plädoyer für die Freigabe der Rechtschreibung" (Erlangen: Palm und Enke, 1997) von der von mir verehrten Prof. Dr. Elisabeth Leiss.

28.9.09

Biblio-Grafisches

Der Herr Weese hat Bibliotheksaufsicht* und nutzt die Gelegenheit für einen ersten Blogeintrag vom WEG aus - herzliche Grüße an alle meine "neuen" Schüler, die sich schon hierher "verirrt" haben (ich konnte es natürlich nicht lassen, ein wenig Werbung für das Blog zu machen, in der Hoffnung, dass mich dies auch selbst motiviert, wieder ein wenig häufiger zu schreiben). Gefällt mir bis jetzt sehr gut hier, wenn ihr euch ein wenig anstrengt, bleibt das auch so ;)

* und erinnert sich gerade an eine wunderschöne Stelle im Asterix-Comic, wo es darum geht, dass der gute Cäsar von sich auch immer in der dritten Person gesprochen haben soll... "Er ist großartig!" :)))

4.9.09

Ich bin dann mal... WEG

Es ist stark anzunehmen, dass es sich bei dem Wortspiel um das älteste im Zusammenhang mit dem Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium handelt, aber ich werde ja hier auch nicht für Kreativität bezahlt ;) Nachdem ich es auf dem englischen Blog schon angekündigt habe, auch hier nochmals der Hinweis: Der Herr Weese ist ab dem Schuljahr 2009/10 am Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium in Schwabach tätig, das Blog bleibt bestehen. Mal sehen, zu welchen Blogeinträgen mich die Schüler dieses musischen Gymnasiums beflügeln - ist ja in letzter Zeit immer ruhiger geworden hier...